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Literatur I Kunst I Kritik

Fuß in der Luft

Die Vernunft träumt von einer Ökonomie des gesicherten Gehens. Sie verlangt nach einem »festen Punkt«, an den sie die »Leitschnur ihrer Schritte« verlässlich anknüpfen kann, wie Kant in der Kritik der reinen Vernunft formuliert. Jede dogmatische Setzung dient letztlich dieser philosophischen »Gemächlichkeit«. Sie soll dem Subjekt jenen unerschütterlichen Boden garantieren, der den nächsten Tritt legitimiert […]

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Garten ohne Zaun

Der Garten ist eine Verheißung, ein umfriedetes Glück, eine Ordnung in der Wildnis. Der jüdische Garten, so legt es dieser Band nahe, ist eher eine Frage als eine Antwort, eher ein Umherwandern als ein Ankommen. Keine rabbinische Hecke schützt ihn, kein dogmatischer Wall schließt ihn ein. Er ist eine Lichtung in der Sprache, ein Territorium, […]

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Hiddensee #6 — Die »Malweiber« von Hiddensee

In den »Kunstnachrichten« vom 15. November 1919 konnte man in einer kleinen Annonce lesen: »Hiddensöe. Eine Anzahl Malerinnen hat sich zu einem Hiddensöer Künstlerinnenbund zusammen getan.« Der aufgeschreckten künstlerischen Männerwelt fiel nichts Besseres ein, als die Malerinnen mit dem von Fritz von Ostini geprägten Begriff »Malweiber« bzw. »Malweibchen« zu bedenken, um so die Kunst der […]

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Hiddensee #5 — Asta Nielsen und Joachim Ringelnatz—

»Ringelnatz sucht noch immer Bernstein, das einzige, was er aber gefunden hat, ist eine Kneipe, wo man guten Korn bekommen kann, und ein Hotel, das besseren Kaffee macht als wir.« Asta Nielsen, Hiddensee, 16. Juni 1929 »Wo Ringelnatz ist, ist man nie sicher. Entweder steht meine Seife auf vier hohen Beinen, oder die Brötchen auf […]

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